Pfahlgründung
Eine Pfahlgründung überträgt Lasten in tragfähigen Untergrund, wenn der Boden direkt unter dem Bauwerk das nicht kann. Der erste von drei Schritten ist die Bohrung.

Wo gebohrt wird
Bohrpfahl, Mikropfahl, Kleinbohrpfahl
Bohrpfähle nach DIN EN 1536 haben typischerweise Durchmesser ab 30 Zentimetern und übernehmen die Hauptlast eines Bauwerks. Sie werden meist verrohrt hergestellt, damit das Bohrloch bis zum Betonieren offen bleibt.
Mikropfähle und Kleinbohrpfähle haben kleinere Durchmesser und werden dort eingesetzt, wo große Geräte nicht hinkommen oder wo nachträglich gegründet werden muss. Sie sind das Verfahren, bei dem ein baggergeführter Antrieb einem Spezialbohrgerät überlegen ist.
Pfahlgründung bei begrenzter Arbeitshöhe
Unter Bahnoberleitungen, unter Brückenbauwerken, in Hallen und Tiefgaragen gilt eine Höhenbeschränkung, die jedes klassische Bohrgerät mit Mast ausschließt. Ein baggergeführter Bohrantrieb braucht keinen Mast: Die Bauhöhe ergibt sich aus Antrieb und Werkzeug, nicht aus einer Maschinenkonstruktion. Für die Gründung von Brückenpfeilern und Widerlagern, für Nachgründungen unter bestehenden Bauwerken und für Arbeiten im Bahnbereich ist das oft der Unterschied zwischen „mit Sondergerät“ und „mit dem Bagger, der ohnehin da ist“.
Warum anspruchsvoll
- Die Tiefe entscheidet. Ein Bohrpfahl wird nicht schneller fertig, wenn man schneller dreht, sondern wenn der Antrieb im gewachsenen Boden nicht aufgibt.
- Die Höhe ist oft begrenzt. Unter Brücken, Oberleitungen und Hallendecken schließt sich jedes Gerät mit Mast aus.
- Es wird verrohrt gebohrt. Wo betoniert wird, während gezogen wird, braucht es einen Weg für den Beton durch die Welle.
Wie und warum hier ein MGF-Bohrantrieb zum Einsatz kommt
Drehmoment über die volle Tiefe
Der hydraulische Antrieb liefert sein Moment über den Öldruck und bleibt bei sinkender Drehzahl kraftvoll. Genau das verlangt ein Bohrpfahl im gewachsenen Boden.
Kein Mast, keine Höhenbegrenzung
Die Bauhöhe ergibt sich aus Antrieb und Werkzeug. Das ist der Grund, warum MGF-Antriebe im Mikropfahlbau und unter Brücken zu finden sind.
Verrohrt bohren mit Medienführung
Die Hohlwellen-Modelle führen Wasser, Luft oder Beton durch die Welle – für Pfähle, die beim Ziehen der Verrohrung betoniert werden.
Ein Antrieb, mehrere Baustellen
Weil er nicht zur Maschine gehört, sondern zum Ausleger, wandert der Antrieb mit – vom Pfahl zum Verbauträger zum Mastfundament, ohne dass ein neues Gerät gemietet werden muss.
Welches Modell für welche Pfahlaufgabe
Antrieb und Werkzeug aus einer Hand
Zum Antrieb gehört das Werkzeug: Bohrschnecken und Hohlbohrschnecken für den Aushub, Bohrrohre und Klemmbacken für verrohrte Pfähle, Ringbohrkronen für den Rohrschuh, Spülköpfe für spülgestützte Verfahren.

Häufige Fragen
In drei Schritten: bohren, bewehren, betonieren. Gebohrt wird meist verrohrt, damit das Loch standfest bleibt. Danach wird der Bewehrungskorb eingestellt und beim Ziehen der Verrohrung betoniert. Die Regeln dafür stehen in der DIN EN 1536.
Der Durchmesser und damit die Tragfähigkeit. Mikropfähle sind schlanker, werden dafür in größerer Zahl gesetzt und kommen an Stellen, an die ein Großbohrgerät nicht gelangt, etwa bei Nachgründungen im Bestand.
Ja, mit einem Verfahren, das ohne Mast auskommt. Ein baggergeführter Bohrantrieb braucht nur die Höhe von Antrieb und Werkzeug.
Welcher Antrieb passt zu Ihrem Bagger?
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