Hydraulischer Bohrantrieb oder Getriebe?
Beide drehen das Bohrwerkzeug, aber nur einer braucht dafür ein Getriebe. Was das für Verschleiß, Kraft im festen Boden und Stillstand auf der Baustelle bedeutet.

Wie ein Getriebeantrieb arbeitet
Der Motor dreht schnell, das Werkzeug soll langsam und kraftvoll drehen. Das Getriebe übersetzt dazwischen, über Zahnräder, Lager und eine eigene Ölfüllung. Jede Stufe ist ein Bauteil, das unter Last, Schmutz und Stößen verschleißt.
Getriebeantriebe sind verbreitet und für leichte, gleichmäßige Arbeiten oft ausreichend. Kritisch wird es, wenn der Boden wechselt, Steine im Weg liegen oder das Gerät stundenlang unter Volllast läuft. Dann arbeiten Zahnräder und Lager genau an ihrer Belastungsgrenze.
Wie der hydraulische Antrieb von MGF arbeitet
Das Drehmoment entsteht direkt im Hydraulikmotor, aus Öldruck und Ölmenge des Baggers. Es gibt keine Gangstufen, die schalten müssen.
- Kein Getriebe, das verschleißen kann
- Volle Kraft auch bei niedriger Drehzahl im festen Boden
- Gleichmäßiger Lauf, ohne Schaltstöße
Weil die Kraft ohne Umweg über Zahnräder ans Werkzeug geht, reagiert der Antrieb weich auf wechselnde Lasten. Wird der Widerstand größer, dreht er langsamer, hält das Drehmoment aber aufrecht.
Was das auf der Baustelle bedeutet
Im Alltag zeigt sich der Unterschied vor allem an drei Stellen.
Fester Boden und Hindernisse
Im festen oder steinigen Boden braucht das Werkzeug viel Kraft bei wenig Drehzahl. Genau dort spielt der hydraulische Antrieb seine Stärke aus: Er liefert das Drehmoment gleichmäßig, statt zu blockieren oder zurückzuschalten.
Dauerlast über viele Stunden
Beim Bohren von Pfahlreihen, beim Vorbohren für den Berliner Verbau oder im Brunnenbau läuft der Antrieb oft den ganzen Tag. Ohne Getriebe entfällt der Verschleiß, der sich unter dieser Dauerlast in Zahnrädern und Lagern aufbaut.
Stillstand und Wartung
Jeder Ausfall kostet Zeit für Bagger, Fahrer und Kolonne. Weniger Verschleißteile bedeuten weniger Stellen, an denen etwas kaputtgehen kann, und weniger Wartungsaufwand zwischen den Einsätzen.
| Merkmal | Getriebeantrieb | MGF hydraulisch |
|---|---|---|
| Kraftübertragung | Zahnräder, Gangstufen | direkt über Öldruck |
| Verschleißteile | Zahnräder, Lager, Getriebeöl | deutlich weniger |
| Bei hoher Last | schaltet oder bleibt stehen | wird langsamer, bleibt kraftvoll |
Wann ein Getriebeantrieb reicht
Für kurze Einsätze in weichem, gleichmäßigem Boden kann ein Getriebeantrieb genügen. Wer regelmäßig in wechselnden Böden bohrt, lange Bohrreihen herstellt oder Ausfälle auf der Baustelle teuer bezahlt, fährt mit einem hydraulischen Antrieb auf Dauer meist besser.
Was Ihr Bagger mitbringen muss
Ein hydraulischer Bohrantrieb nutzt die Hydraulik des Trägergeräts. Damit er passt, legt MGF ihn auf drei Werte aus:
- Öldruck bestimmt, wie viel Drehmoment der Antrieb liefern kann.
- Ölmenge bestimmt, wie schnell das Werkzeug dreht.
- Anschluss: Adapterplatte und Schlauchsatz werden passend zu Ihrem Gerät gefertigt.
TIPP: HOHLWELLE
Wenn Sie beim Bohren Wasser, Luft oder Beton direkt bis zum Bohrwerkzeug führen müssen, ist ein Bohrmotor mit Hohlwelle die richtige Wahl.
Fazit
Beide Antriebe drehen das Werkzeug. Der Unterschied liegt darin, was dazwischen verschleißt. Wer viel, lange und in festen Böden bohrt, profitiert vom hydraulischen Antrieb ohne Getriebe: gleichmäßige Kraft, weniger Verschleißteile, weniger Stillstand.
Häufige Fragen
Ja, weil das Getriebe mit Zahnrädern und Lagern entfällt. Die Wartungsintervalle für Ihr Modell nennen wir Ihnen gern auf Anfrage.
In der Regel ja. MGF legt den Antrieb auf Öldruck und Ölmenge Ihres Trägergeräts aus und fertigt den passenden Anschluss.
16 Modelle von 2.560 bis 76.000 Nm. Wenn Sie Wasser, Luft oder Beton durch die Welle führen müssen, gibt es Modelle mit Hohlwelle.
Sie sind unsicher, welches Modell passt?
Nennen Sie uns Ihr Trägergerät, wir empfehlen den passenden Antrieb.
Welcher Antrieb passt zu Ihrem Bagger?
Nennen Sie uns Gerät, Öldruck und Ölmenge. Wir legen den Antrieb aus.





