Kampfmittelsondierung
Vor jedem Bauvorhaben auf kampfmittelbelastetem Grund muss der Untergrund untersucht werden. Das geschieht über Sondierbohrungen in einem festen Raster.

Wo gebohrt wird
Sondierbohrungen im Raster
Sondierbohrungen werden in einem Raster über die zu untersuchende Fläche verteilt. Jede Bohrung nimmt eine Messsonde auf, mit der der Boden auf magnetische Anomalien untersucht wird. Typisch sind kleine Durchmesser, moderate Tiefen und sehr viele Bohrpunkte hintereinander.
Zwei Anforderungen prägen das Verfahren
Erschütterungsarmut: Es wird gebohrt, nicht gerammt. Was im Boden liegen könnte, darf nicht mechanisch beansprucht werden. Und Lagegenauigkeit: Eine Sondierung ist nur so gut wie ihr Raster. Weicht die Bohrung ab, entsteht eine Lücke im Untersuchungsbild.
Warum anspruchsvoll
- Es darf nicht geschlagen werden. Rammen erzeugt Erschütterungen, deshalb wird gebohrt.
- Das Raster muss stimmen. Jede abweichende Bohrung ist eine Lücke im Untersuchungsbild.
- Es sind sehr viele Punkte. Dutzende bis Hunderte nahezu identischer Bohrungen pro Baustelle.
Wie und warum hier ein MGF-Bohrantrieb zum Einsatz kommt
Klein und leicht
Der BG 260 wiegt 40 Kilogramm und leistet 2.560 Nm, der BG 800 wiegt 120 Kilogramm bei 8.000 Nm. Beide lassen sich an vergleichsweise kleine Trägergeräte hängen – wichtig auf Flächen, die noch nicht freigegeben sind.
Gleichmäßiger, ruhiger Lauf
Der hydraulische Antrieb dreht ohne Gangstufen und ohne Schlag. Das ist bei einer Sondierbohrung kein Komfortmerkmal, sondern eine Verfahrensanforderung.
Gemacht für viele gleiche Bohrungen
Eine Sondierung besteht aus Dutzenden bis Hunderten nahezu identischer Bohrungen. Genau diese Dauerlast ist der Grund, warum ein Antrieb ohne Getriebe hier länger hält.
MGF nennt es selbst
Der BG 260 ist auf der Produktübersicht als kompaktes Erdbohrgerät für Kampfmittelsondierung beschrieben, der BG 800 als beliebtes Erdbohrgerät in der Kampfmittelsondierung. Es ist das Einsatzgebiet, für das diese Modelle gebaut wurden.
Welches Modell für welche Sondierung
Antrieb und Werkzeug aus einer Hand
Eine Sondierbohrung braucht neben dem Antrieb das passende Gestänge und die Bohrkrone. Für ein Verfahren aus Hunderten gleichartiger Bohrungen ist ein Lieferant statt zwei ein handfester Vorteil, gerade beim Nachschub von Verschleißteilen.

Häufige Fragen
Weil Rammen Erschütterungen erzeugt. Gebohrt wird, um den Untergrund so wenig wie möglich mechanisch zu beanspruchen.
Ein Trägergerät mit hydraulischem Bohrantrieb. Für die üblichen Sondierdurchmesser reichen kompakte Antriebe von 2.560 bis 10.800 Nm.
Das hängt vom Raster und der Fläche ab. In der Praxis sind es Dutzende bis Hunderte Bohrungen pro Baustelle.
Welcher Antrieb passt zu Ihrem Bagger?
Nennen Sie uns Gerät, Öldruck und Ölmenge. Wir legen den Antrieb aus.


Verwandte Verfahren
Jetzt beraten lassen – und das richtige Modell finden
Entdecken Sie die Vorteile unserer wartungsarmen, hydraulischen Erdbohrgeräte. Lassen Sie sich dazu von unseren Fachexperten beraten.



